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England: Schatzsucher findet gefährliche Kriegsmunition

 
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Archaeos



Anmeldungsdatum: 23.10.2005
Beiträge: 661
Wohnort: Luxemburg

BeitragVerfasst am: 27.07.2010 10:39    Titel: England: Schatzsucher findet gefährliche Kriegsmunition Antworten mit Zitat

Im Februar dieses Jahres (2010) hat Belenos alias Walter Franke folgendes in einem Beitrag auf einem anderen Forum geschrieben:
Zitat:
Jetzt gelten Sondengänger als Gefahr für Leib und Leben. [...] Da es in Großbritannien in den beiden Weltkriegen nicht zu Kampfhandlungen kam, gibt es dort auch keine Gefährdung durch Munitionsfunde. Ergo, würden die Verbote für Metalldetektoren nur in Kontinentaleuropa gelten, da es nur hier zu einer akuten Gefahrdung der Bevölkerung durch Sondengänger kommt.


Diesem Irrglauben habe ich folgende Nachricht aus dem Internet entgegen zu halten:
http://www.dailymail.co.uk/news/article-1293362/Treasure-hunter-stumbles-deadly-World-War-2-bomb-cache.html?ITO=1490

Textauszug:
Zitat:


Treasure hunter stumbles on deadly Dad's Army bomb cache

By Mail Online Reporter
Last updated at 4:06 PM on 9th July 2010

A treasure hunter escaped serious injury when he unearthed a cache of bombs that were buried by the Home Guard during the darkest days of World War 2.

The weapons - primed to go off when they made contact with the air - were secreted on a beach by a Captain Mainwaring of the day.

Loaded with dangerous benzene and phosphorus, the Dad's Army-style team would have used them in battle against Nazi troops in the event of invasion.
They were buried and forgotten about for 70 years until metal detectorist Ian Snook stumbled upon them as he swept Cogden Beach, near Burton Bradstock, Dorset.

He began to dig up the find but stopped in the nick of time when he saw a warning notice on top of the bombs.

Had Ian, 44, put his spade through one of the 24 glass bottles, it would have detonated, causing serious burns.

The metal notice read: 'PRECAUTION - bombs fire instantly on breaking in air. Stringent precautions must be taken to avoid cracking during handling - the caps must never be removed.'

[...]


Englische Schatzsucher legen sogar recht häufig Munition frei, wie Pressemitteilungen im Internet bezeugen. Von wegen in Großbritannien ist Sondengehen völlig gefahrlos Rolling Eyes
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Drachentöter
Gast





BeitragVerfasst am: 28.07.2010 05:58    Titel: Antworten mit Zitat

Das sind Bauarbeiten, Großveranstaltungen und das fliegen etc. auch nicht!

schönen Gruß
Micha
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Archaeos



Anmeldungsdatum: 23.10.2005
Beiträge: 661
Wohnort: Luxemburg

BeitragVerfasst am: 28.07.2010 08:09    Titel: Antworten mit Zitat

Drachentöter hat Folgendes geschrieben:
Das sind Bauarbeiten, Großveranstaltungen und das fliegen etc. auch nicht!

schönen Gruß
Micha


Ich verstehe echt nicht, was Du sagen willst.
Walter meinte neulich, dass Sondengänger in Großbritannien nicht durch Fundmunition aus dem 2. WK gefährdet seien. Oben zitierter Artikel belegt genau das Gegenteil. Die Gefährdung ist allgegenwärtig. Geplante Verkaufseinschränkungen von Metalldetektoren in Europa werden folglich auch Großbritannien (be)treffen. Cool
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Drachentöter
Gast





BeitragVerfasst am: 28.07.2010 12:24    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo lieber Andre,
Ich will Dir damit sagen das das Risiko beim Sondengehen in die Luft zu
fliegen wesentlich geringer ist als im täglichen Straßenverkehr ums Leben
zu kommen. Ich habe zum Beispiel auch bei Baumfällungen die ich
beruflich durchführe ein erheblich größeres Risiko hierbei ums Leben zu kommen. Diesbezüglich könnte ich jede Menge Beispiele aus dem Alltagsleben aufführen die Statistisch gesehen
Deinen Vergleich in Bezug der Gefährdung durch Sondengänger als
völlig geringfügig, d. h. in Prozenten bei Nahe Null liegt. Also was soll Dieser Hinweis? Ach ja ich vergaß die Happah mit Ihren unseriösen einseitigen manipulierten Angaben. Wie gesagt: richtet die Archäologie mit Ihren Verboten und Enteignungen sowie der Nicht-Bereitschaft zur Zusammenarbeit einen Riesen schaden an, der nicht wieder gut zumachen ist, obwohl diese Institution gar nicht diese Aufgabe hat.
schönen Gruß
Micha
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Archaeos



Anmeldungsdatum: 23.10.2005
Beiträge: 661
Wohnort: Luxemburg

BeitragVerfasst am: 28.07.2010 14:28    Titel: Antworten mit Zitat

Drachentöter hat Folgendes geschrieben:
Hallo lieber Andre,
Ich will Dir damit sagen das das Risiko beim Sondengehen in die Luft zu
fliegen wesentlich geringer ist als im täglichen Straßenverkehr ums Leben
zu kommen.
Stimmt, den Preis, den wir für unsere individuelle Mobilität bezahlen ist sehr hoch. Dahinter stecken mächtige Lobbys (Automobil- und Öllobby) und viele Arbeitsplätze welche als "Druckmittel" auf die Politik verwendet werden ...

Drachentöter hat Folgendes geschrieben:
Ich habe zum Beispiel auch bei Baumfällungen die ich beruflich durchführe ein erheblich größeres Risiko hierbei ums Leben zu kommen.
Ich weiß, dass der Beruf des Forstarbeiters (genau wie der des Dachdeckers) extrem gefährlich ist. Dennoch wird er gebraucht. Besonders gefährliche Berufe erfordern eine eingehende Ausbildung und Richtlinien, um die Gefahr so klein wie möglich zu halten. Die meisten Schatzsucher hingegen bestellen eine Sonde im Internet, sondeln los, ohne die elementarsten Kenntnisse zu besitzen. Wenn Muni-Unfälle nur die Schatzsucher betreffen würden, wäre es schon schlimm genug. Aber nein, sie lassen die Fundmunition offen liegen und gefährden damit spielende Kinder, Pilzsucher und ... Forstarbeiter (kein Witz)! Sie laden ihr Fahrzeug voll mit Granaten und fahren damit nach Hause, sägen und schrauben daran herum und lagern Unmengen an Fundmunition im Keller des Mietshauses oder im Schlafzimmer (kein Witz). So gefährden sie die eigene Familie, Bekannte, Nachbarn, Feuerwehr, andere Verkehrsteilnehmer ....

Das Sondengehen verursachte wesentlich mehr Tote und Verletzte als Bunjeejumping, Modellfliegerei oder BSE.

Prozentsatz der Militariaunfälle in Luxemburg: 1 Toter ein Schwerverletzter bei mehr oder weniger 100 Sondenbesitzern ...

Oder in Frankreich: 30 getötete Schatzsucher/Sondengänger in 10 Jahren ...

Drachentöter hat Folgendes geschrieben:
Also was soll Dieser Hinweis? Ach ja ich vergaß die Happah mit Ihren unseriösen einseitigen manipulierten Angaben.
Die Aussagen der Happah fußen auf Tatsachen Wink

Drachentöter hat Folgendes geschrieben:
Wie gesagt: richtet die Archäologie mit Ihren Verboten und Enteignungen sowie der Nicht-Bereitschaft zur Zusammenarbeit einen Riesen schaden an, der nicht wieder gut zumachen ist, obwohl diese Institution gar nicht diese Aufgabe hat.
schönen Gruß
Micha
Die einzigen, die Schaden anrichten, sind unqualifizierte , unwissende, geldgierige, objektfixierte und nicht ausgebildete Schatzsucher/Sondengänger.
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Drachentöter
Gast





BeitragVerfasst am: 28.07.2010 15:45    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber Andre, Du hast wie immer das letzte Wort und ich lasse es Dir! Glaube was Du glauben willst. Auch durch das Verhalten der Archäologen entsteht ein großer Schaden, nur ist es so das die lieber mit dem Finger auf uns zeigen anstelle Ihrer eigentlichen Aufgabe nachzukommen.
Alleine die vielen unbeobachtet weggebaggerten Baugruben - nach dem
Motto der Archäologen: Besser es wird alles kaputtgebaggert als das uns ein Sondengänger Funde bringt! Ich muss aufpassen das ich nicht lache! Wie von archäologischer Seite schön gerechnet behauptet beträgt der von SG angerichtete Schaden in etwa 5% vom ganzen, den gebrachten Nutzen rechnet man seltsamerweise nicht mit hinein. Und wenn dann ein Grabungshelfer stiehlt heißt es von archäologischer Seite: Über die müssen wir schützend unsere Hand halten da ohne sie keine Grabung durchführbar ist! Ich habe jede Menge Publikationen des LfD in denen oft von " unbekannt verschollen, abhanden gekommen etc " bereits katalogisierter Funde die Rede ist, zuzügl. der noch nicht erfassten auf Grabungen. Ja sogar der Museumsleiter des Lorscher ? Museums (Fundberichte Hessen) hat über 30 Jahre in anderen Museen, sogar dem Landesmuseum, Funde gestohlen, unkenntlich gemacht und als Funde aus der eigenen Region in seinem Museum ausgestellt! Berufsarchäologen werden in diesem Fall entlassen ohne den Grund an "die große Glocke" zu hängen. I
Weiterhin liegen viele viele Blindgänger direkt an der Oberfläche o. unter dem Laub und sind auch heute noch für Kinder spielend zu erreichen. Vor allem die Stabbrandbomben die es hier noch zu tausenden gibt. Ich persönlich habe bereits als SG auch schon einiges in Zusammenarbeit mit dem KMRD als Gefahrenquelle beseitigt, u. a. mit dabei einige große Sprengbomben die sonst heute noch dort liegen würden. Seltsam das in der von der Happah herausgebrachten Schrift kein Vergleich über die Anzahl der in den letzten 10 Jahren durch Kampfmittel zu Tode gekommenen zivilen Personen, insbesondere Kinder, enthalten ist. Die Happah will diskriminieren und dazu ist ihr jedes Mittel recht. Nur bleibt
dabei Ihre seriösität auf der Strecke! Ich werde weiter nichts mehr hinzufügen da Du von Deiner harten Linie überzeugt bist und sowieso wieder dagegen argumentieren wirst. Darum belassen wir es besser dabei!
schönen Gruß
Micha
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Archaeos



Anmeldungsdatum: 23.10.2005
Beiträge: 661
Wohnort: Luxemburg

BeitragVerfasst am: 28.07.2010 20:19    Titel: Antworten mit Zitat

Drachentöter hat Folgendes geschrieben:
Wie von archäologischer Seite schön gerechnet behauptet beträgt der von SG angerichtete Schaden in etwa 5% vom ganzen, den gebrachten Nutzen rechnet man seltsamerweise nicht mit hinein.
Wo steht das???? Wer hat diese Zahl vorgebracht? Würde mich brennend interessieren.

Drachentöter hat Folgendes geschrieben:
...Weiterhin liegen viele viele Blindgänger direkt an der Oberfläche o. unter dem Laub und sind auch heute noch für Kinder spielend zu erreichen. Vor allem die Stabbrandbomben die es hier noch zu tausenden gibt.
Ist mir aus zahlreichen Zeitungsnachrichten bekannt. Zu diesen kommen die nachgewiesenerweise von Schatzsuchern freigelegten und offen liegengelassenen Granaten.


Drachentöter hat Folgendes geschrieben:
Ich persönlich habe bereits als SG auch schon einiges in Zusammenarbeit mit dem KMRD als Gefahrenquelle beseitigt, u. a. mit dabei einige große Sprengbomben die sonst heute noch dort liegen würden.
Wow, Du bist nicht nur ein "Hobbyarchäologe", sondern auch noch ein echter Hobbykampfmittelräumer und Lebensretter. Du bist ein Kandidat für das Bundesverdienstkreuz Twisted Evil Twisted Evil Twisted Evil

Drachentöter hat Folgendes geschrieben:
Seltsam das in der von der Happah herausgebrachten Schrift kein Vergleich über die Anzahl der in den letzten 10 Jahren durch Kampfmittel zu Tode gekommenen zivilen Personen, insbesondere Kinder, enthalten ist.
Von welcher Schrift der Happah sprichst Du eigentlich Question Question Question

Drachentöter hat Folgendes geschrieben:
Die Happah will diskriminieren und dazu ist ihr jedes Mittel recht. Nur bleibt dabei Ihre seriösität auf der Strecke!

Im Gegensatz zur Schatzsucherszene muss sich die Happah nicht auf Lügengeschichten stützen, sondern auf offizielle staatliche Quellen und viele andere anerkannte und zuverlässige Quellen. Lass Dich überraschen!
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Archaeos



Anmeldungsdatum: 23.10.2005
Beiträge: 661
Wohnort: Luxemburg

BeitragVerfasst am: 30.07.2010 08:23    Titel: Antworten mit Zitat

Wieder mal typisch. Stellt man sehr konkrete Fragen, bekommt man keine Antwort.
-Welcher Archäologe hat die durch Sondengänger angerichtete Schäden am archäologischen Kulturgut auf 5 % beziffert? Auf welchen Fakten basiert diese Einschätzung?

- Zu den Unfallzahlen mit Kampfmitteln: welches Happah-Dokument sprichst Du nun hier an? Bei den Unfällen mit Fundmunition stützt sich die Happah auf sehr unterschiedliche Quellen: 1) Regionale, nationale und internationale Pressemeldungen und die Archive von Zeitungen, Radio- und TV-Stationen, 2) Polizeiberichte und Polizeistatistiken 3) Aktivitätsberichte von Kampfmittelräumern 4) Listings von Umweltorganisation wie "Robin des Bois" 5) einschlägige Internetforen und Internetseiten usw.

Aus diesen Quellen ergeben sich manchmal Überschneidungen, welche die Vorfälle und Unfälle bestätigen ...
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