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Antikes Gräberfeld offenbart Mängel d hess. Archäologie
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Archaeos



Anmeldungsdatum: 23.10.2005
Beiträge: 661
Wohnort: Luxemburg

BeitragVerfasst am: 05.07.2010 13:30    Titel: Antworten mit Zitat

Drachentöter hat Folgendes geschrieben:
Zitat Archäos:
Was würdest Du sagen, wenn ein amtlich arbeitender Archäologe Anspruch auf die ausgegrabenen Funde machen würde?



Da dieser für seine nicht an Leistung orientierter Arbeit vom Steuerzahler,
d. h. auch durch meinen Beitrag, sein Gehalt, seine Rentenansprüche etc.
finanziert bekommt um eben solche Funde zu machen, halte ich davon
nichts. ....



Das war ja 'ne rhetorische Frage meinerseits. Natürlich wäre es ein Unding, wenn ein Staatsbediensteter private Ansprüche an Fundsachen stellen würde.
In Deinem Fall stehen sich ehrenamtliche amtliche Archäologie gegenüber. Eigentlich sollten sie Hand in Hand arbeiten. Ehrenamtliche Arbeit ist unentgeltliche Arbeit im Dienste der Öffenlichkeit und nicht in die eigene Tasche, bitte schön.

Du schreibst:
Zitat:
Anders verhält es sich aber bei jeder privat initiierte Aktion die
auch u. U. unter privatem finanziellem Einsatz und unbezahlter persönlicher Leistung zu hochwertigen Funden führen, wenn sie dann ein anderer für sich beansprucht! So ist das!
Wer beansprucht denn die "hochwertigen Funde"? Die Archäologen? Nein! Die Öffentlichkeit, die Allgemeinheit, in deren Dienst Du Dich ehrenamtlich d.h. unentgeltlich gestellt hast! Sollte Deinem Anspruch auf die 50% des Fundwertes des Gräberfeldes stattgegeben werden, dann würde das von einer total verdrehten Auffassung vom "Ehrenamt" zeugen. Bleibt zu hoffen, dass die Gerichte Hessens weise genug sind, den Begriff "Ehrenamt" in Ehren zu halten....
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Drachentöter
Gast





BeitragVerfasst am: 05.07.2010 14:09    Titel: Antworten mit Zitat

Ich erinnere mich nicht das in den letzten 40 Jahren jemand das Riesenglück hatte mit einem Metall Detektor ein fränkisches Gräberfeld o. ä. zu entdecken. Dies wird also mit Sicherheit kein Alltag werden. Und es ist nicht die Öffentlichkeit mit der ich um meine Funde streite, von der Seite erhalte ich viel Zuspruch
und sogar Tipps, es ist ein Amt!

Gruß Micha
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Archaeos



Anmeldungsdatum: 23.10.2005
Beiträge: 661
Wohnort: Luxemburg

BeitragVerfasst am: 05.07.2010 14:43    Titel: Antworten mit Zitat

Drachentöter hat Folgendes geschrieben:
Ich erinnere mich nicht das in den letzten 40 Jahren jemand das Riesenglück hatte mit einem Metall Detektor ein fränkisches Gräberfeld o. ä. zu entdecken.

- In einer Römervilla in Sassenheim/Luxbg. haben Raubgräber in den 80er Jahren zwei fränkische Gräber ausgehoben und die Gebeine in einer nahe gelegenen Hecke "entsorgt". Sie hatten lediglich ein paar kleine tauschierte Riemenelemente aus Eisen übersehen. Wie anders als mit einem Detektor hätten sie die Gräber zielgenau orten können?
- In einer Römervilla bei Redange/Luxbg. habe ich 1992 (?) ein fränkisches Grab mit meinem White's Beachcomber 4 durch die Ackerschicht hindurch geortet. Der geortete Gegenstand war ein Sax.
- Um 1997 hat ein Sondengänger ein fränkisches Grab durch die Ackerschicht hindurch in Bartringen/Luxbg geortet (Bronzebecken) gefunden. Bei der Nachgrabung durchs Museum kamen weitere Gräber zum Vorschein, u.a. ein Adelsgrab mit reichem Goldmobiliar (8 Goldgegenstände)
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Drachentöter
Gast





BeitragVerfasst am: 05.07.2010 15:40    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn man die vorher schon bekannten Fundstellen wegrechnet werden nicht viele übrigleiben. Und das jeweilige illegale Handeln weil es keine Genehmigung gab. Die Wahrscheinlichkeit auf einen solchen Fund liegt dennoch nahe bei null!
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Archaeos



Anmeldungsdatum: 23.10.2005
Beiträge: 661
Wohnort: Luxemburg

BeitragVerfasst am: 05.07.2010 16:01    Titel: Antworten mit Zitat

Drachentöter hat Folgendes geschrieben:
Wenn man die vorher schon bekannten Fundstellen wegrechnet werden nicht viele übrigleiben. Und das jeweilige illegale Handeln weil es keine Genehmigung gab. Die Wahrscheinlichkeit auf einen solchen Fund liegt dennoch nahe bei null!

Die erste Fundstelle war als Römervilla bekannt, nicht aber als Begräbnisplatz aus fränkischer Zeit.
Die zweite Stelle war bis zum Funddatum weder als römische Villa noch als fränkische Begräbnisstelle bekannt. Lediglich der Besitzer des Feldes ist mit dem Pflug auf Steine gestoßen.
Die dritte Fundstelle lag in der pars rustica einer Domanialvilla. Die pars rustica war dem Sondengänger unbekannt, lediglich das Hauptgebäude war dem Sondengänger hinlänglich bekannt. Fränkische Grabfunde waren dort nicht bekannt.
Nahe meinem Wohnort wurde vor ein paar Jahren ein keltisches Wagengrab durch die Ackerschicht hindurch mit einem militärischen Suchgerät geortet und durch den Kollegen der vorgeschichtlichen Abteilung ausgegraben. Die Fundstelle war bis dato unbekannt.
Von wegen Wahrscheinlichkeit liegt nahe bei null Rolling Eyes
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Drachentöter
Gast





BeitragVerfasst am: 05.07.2010 17:50    Titel: Antworten mit Zitat

Es zählen nur diese Gräberfelder, sonst kann man auch alle Schatzfunde aufzählen. Dann nimm die Jahre und die vielen 10tausend Sondengänger!
Ich weiß ja nicht wie Du rechnest, aber ich denke, das es so ist steht ausser
Diskussion!
schönen Abend
Micha
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Archaeos



Anmeldungsdatum: 23.10.2005
Beiträge: 661
Wohnort: Luxemburg

BeitragVerfasst am: 05.07.2010 21:00    Titel: Antworten mit Zitat

Drachentöter hat Folgendes geschrieben:
Es zählen nur diese Gräberfelder, sonst kann man auch alle Schatzfunde aufzählen. Dann nimm die Jahre und die vielen 10tausend Sondengänger!
Ich weiß ja nicht wie Du rechnest, aber ich denke, das es so ist steht ausser
Diskussion!
schönen Abend
Micha


Pardon mein lieber Micha,
ich habe Gräber und Gräberfelder aufgezählt, welche mit dem Detektor durch die Ackerkrume hindurch in situ (!) aufgefunden wurden, nicht Schatzfunde. In Luxemburg, auf einer Fläche von 2586 Quadratkilometer sind das 4 Beispiele, die mir spontan in den Kopf kommen, dies bei weniger als 100 Sondenbesitzern. Entweder Dir fehlt der Überblick, oder Du kannst schlecht rechnen Idea
Einen schönen Abend noch,
André Schoellen
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Drachentöter
Gast





BeitragVerfasst am: 06.07.2010 07:29    Titel: Antworten mit Zitat

Seltsam in Deutschland gibt es keinen Vergleich!
schöne Grüße
Micha
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Insurgent



Anmeldungsdatum: 25.10.2005
Beiträge: 233
Wohnort: Lübeck

BeitragVerfasst am: 06.07.2010 11:00    Titel: Antworten mit Zitat

Drachentöter hat Folgendes geschrieben:
Seltsam in Deutschland gibt es keinen Vergleich!
schöne Grüße
Micha


Wieso Wink

Gut, im Norden gibt es keine fränkischen Gräberfelder.

Aber Gräberfelder sind in SH schon einige durch Sondengänger gefunden worden.

Und in anderen BL wohl auch.

Ob nun genau so eins..........

Übrigens, niemand von den Findern hat irgendeinen Anspruch auf Entschädigung geltend gemacht Cool
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Archaeos



Anmeldungsdatum: 23.10.2005
Beiträge: 661
Wohnort: Luxemburg

BeitragVerfasst am: 06.07.2010 12:58    Titel: Antworten mit Zitat

Drachentöter hat Folgendes geschrieben:
Es zählen nur diese Gräberfelder, sonst kann man auch alle Schatzfunde aufzählen. Dann nimm die Jahre und die vielen 10tausend Sondengänger!
Ich weiß ja nicht wie Du rechnest, aber ich denke, das es so ist steht ausser
Diskussion!
schönen Abend
Micha


Micha,
Du sprichst von vielen 10tausend Sondengängern. Ich würde die Zahl der aktiven Sondengänger nicht so hoch ansetzen Rechnet man von den Luxemburger Zahlen auf deutsche Verhältnisse hoch, dann kommt man auf diese Zahlen:


Nehmen wir an, es gibt 100 Sondenbesitzer (recht hoch angesetzt) in Luxemburg bei einer Einwohnerzahl von 500.000 Personen. Rechnet man die Zahl der Sondenbesitzer auf die Gesamtbevölkerungszahl Deutschlands hoch, dann kommt man auf knapp 4.100 Schatzsucher. Selbst wenn man die Zahl verdoppelt, so liegt man immer noch unter 10.000 Leuten.

Rechnet man die Zahl der Sondengänger auf die Landesfläche Deutschlands hoch, dann kommt man auf knapp 14.000 Leute.

Die überwiegende Mehrzahl aller Gräberfelder werden durch an die Oberfläche heraufgepflügte Grabmobiliare (Keramik, Leichenbrand, Schmuck oder Waffen) entdeckt, und nicht durch Metalldetektoren. Die Fälle , wo ein Detektor unbekannte Gräberfelder in situ unter der Pflugschicht entdeckt, sind sehr selten, doch es gibt sie wie meine Beispiele einwandfrei beweisen.
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Drachentöter
Gast





BeitragVerfasst am: 07.07.2010 00:11    Titel: Antworten mit Zitat

[quote="Insurgent"]
Drachentöter hat Folgendes geschrieben:
Seltsam in Deutschland gibt es keinen Vergleich!
schöne Grüße
Micha


Wieso Wink

Gut, im Norden gibt es keine fränkischen Gräberfelder.

Aber Gräberfelder sind in SH schon einige durch Sondengänger gefunden worden.

Und in anderen BL wohl auch.

Ob nun genau so eins..........



Die hätte ich jetzt aber gerne ganz genau aufgezählt, denn das glaube ich nicht!
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Drachentöter
Gast





BeitragVerfasst am: 07.07.2010 00:18    Titel: Antworten mit Zitat

Gräberfelder habe ich auch schon mehrere gefunden und diese waren auch aus anderen Epochen. Was Du da machst ist Äppel mit Birnen vergleichen.
Fränkische Reihengräber Friedhöfe sind mit das Beste was man hier finden kann. In Südhessen noch spärlich vorhanden, fehlen diese im Norden Hessens aber schon völlig. In der Wetterau sind sie ausgesprochen selten und nur noch in einem kl. eng begrenztem Raum vertreten, denn hier zieht sich die Grenze zu den Alemannen und später an die Sachsen. Hinzu kommen noch einige Besonderheiten die wohl auf Funde mit überregionaler Bedeutung hoffen lassen.
Mach mal selber einen vergleichbar großen Fund, ist ja nicht so schwer, liegt ja überall herum, dann können wir weiterreden. Echt ein Schenkelklopfer!
Habe die Ehre
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