Genehmigung vom Grundstückseigentümer

Moderator: El. Grabius

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netbees
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Genehmigung vom Grundstückseigentümer

Beitrag von netbees » 21.02.2011 17:30

Hallo,

ich steige gerade in das Hobby des Sondengehens ein.
Bei der Denkmalschutzbehörde hab' ich mich bereits über das Vorgehen bei eventuellen Funden informiert. Ich habe dort übrigens sehr positive Erfahrungen gemacht und hoffe dass irgendwann eine reguläre Zusammenarbeit möglich wird.

Aber nun zum Thema:
Um, bildlich dargestellt, den mit der Mistgabel hinter mir herlaufenden Bauern, zu vermeiden, möchte ich im Vorfeld eine Sucherlaubnis vom Grundstückseigentümer einholen.

Gibt es hierfür eventuell eine Art Vorlage von DIGS?
Was verwendet Ihr für diesen Fall?

Ich stelle mir ein Dokument vor, auf dem folgende Punkte enthalten sind:
- Name und Anschrift des Sondengehers
- Name und Anschrift des Grundstückseigentümers
- betroffene Flächen/Grundstücke
- Vorgehen bei Funden
- archäologisch wertvolle Funde
- Fundsachen
- Entsorgung von Altmetall/Müll
- Eigenbeschränkungen wie z.B.
- keine Suche auf und um Bodendenkmälern
- Begehung von Feldern nur ausserhalb der Anbauzeiten
- Begehung von Wiesen nur nach dem Mähen oder ausserhalb der Wachstumsphasen
- Vermeidung von Dickicht und Schonungen im Wald.
- Tiefenbegrenzung beim Graben auf eine Spatentiefe
- Platz für Nebenabsprachen zusätzlich zum Standard-Dokument
etc.


Viele Grüße,
netbees

Walter Franke
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Beitrag von Walter Franke » 01.03.2011 07:33

Moin,

hier bei DIGS ist nicht mehr viel los, da die Sondengänger gemerkt haben, dass DIGS keine Interessenvertretung für Sondengänger ist.

Ich schaue aber hin und wieder auch mal hier rein und habe Deine Anfrage gelesen.

Richtig, die Erlaubnis vom Grundstückseigentümer ist erforderlich. Bei Äckern kann man auch leicht mal an den Pächter geraten, dieser kann die Erlaubnis aber nicht erteilen, selbst wenn er sie Dir gibt, weil er die REchtslage nicht kennt.

Den Eigentümer kannst Du über den "Ortsbauern" erfragen. Wer der Ortsbauer ist, erfährst Du auf der Gemeindeverwaltung. Meistens ist das auch der größte Bauer im Ort und kann Dir dann schon mal für seine Äcker die Erlaubnis erteilen.

Hast Du schon mit Bauern zu tun gehabt? Ich vermute nicht, denn ein Bauer schließt auch heute noch Verträge per Handschlag. Ich kenne keinen Bauern, der Dir auch noch einen Vertrag unterschreiben wird. Eher wird er dies als Beleidigung betrachten, weil Du meinst, sein Wort würde nicht gelten und wenn Du Pech hast war es dann mit einer Erlaubnis.

Lass' das mit dem Vertrag sein. Sag' ihm was Du suchst und gut ist es.

Viele Grüße

Walter

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Der Sondler
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Beitrag von Der Sondler » 02.03.2011 16:01

Walter Franke hat geschrieben:Moin,

hier bei DIGS ist nicht mehr viel los, da die Sondengänger gemerkt haben, dass DIGS keine Interessenvertretung für Sondengänger ist.
Ich kann dir zwar nich sagen wer "die Sondengänger" sind, aber Walter hat recht es ist hier sehr ruhig geworden.

Ansonsten gebe ich Walter Recht in seinen weiteren Ausführungen.
Allerdings würde ich den Grundstückseigentümer und den Pächter
informieren und um Erlaubnis fragen.

Gruß Volker
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Ernesto Guevara Serna, genannt Che Guevara (1928 – 1967)

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netbees
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Beitrag von netbees » 06.03.2011 10:33

Hallo Walter und Volker,

vielen Dank für eure Antworten.
Ja, leider ist es hier im Forum sehr ruhig.
Ich habe so eine Genehmigung bereits aufgesetzt und diese für die Gemeindeflächen von der Gemeinde abzeichnen lassen.
Bei den Bauern werde ich wohl auch so ein Dokument hinterlassen - auch wenn es nur per Handschlag signiert ist. Alleine schon für den Fall, dass die Landwirte mit mir Kontakt aufnehmen wollen.

Viele Grüße,
Axel alias netbees

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